„Schwarze Wolken“, das war wohl noch der harmloseste Titel, den ich für diesen Beitrag finden konnte. Gefühlt wäre mir eigentlich mehr nach einer Kombination aus fiesen Schimpfwörtern und dem Wort Corona.
Unser schlimmster Albtraum ist wahr geworden: Wir fliegen nicht nach Island!
Eigentlich hätte ich hier heute mit euch meine Packliste, meinen gepackten Koffer und vor allem meine endlose Vorfreude auf diese Reise teilen wollen, stattdessen kann ich euch neben unendlicher Traurigkeit nur das bieten:

Mein leerer Koffer, der genau das auch bleiben wird: leer! Was für ein trauriger Anblick.
Tatsächlich hätten wir bis zuletzt die theoretische Möglichkeit gehabt, zu fliegen. Unser Flug wurde zwar von der Airline abgesagt, jedoch wurden wir auf einen anderen Flug am gleichen Tag umgebucht. Noch gibt es auch keine Einreisebeschränkungen für Island und kein Ausreiseverbot und keine Ausgangssperren in Deutschland. „Noch“!! Da sich das leider momentan täglich, ja sogar stündlich, ändern kann, sind wir schwersten Herzens zu der gemeinschaftlichen Entscheidung gekommen, zu Hause zu bleiben. Nicht zuletzt auch wegen der strikten weltweiten Reisewarnung des auswärtigen Amtes.
Es ist umso schwerer, da wir diese Entscheidung letztendlich „aus freien Stücken“ getroffen haben, und nicht, wie viele andere, gar nicht mehr fliegen konnten.
Ich habe euch ja bereits erzählt, wie lange und intensiv ich diese Reise geplant und wie unendlich ich mich darauf gefreut hatte, aber mit so einer Situation konnte einfach niemand rechnen. Es macht mich wütend und traurig zugleich und dennoch bleibt mir nichts anderes übrig, als all das so hinzunehmen, zu akzeptieren und vielleicht irgendwann wieder neue Hoffnung und Freude auf einen Urlaub in unbestimmter Zeit zu schöpfen.
Und vielleicht hat die ganze Situation ja immerhin die ein oder andere positive Seite (oder zumindest suche ich momentan krampfhaft danach):
- Ich bin bis zur nächsten Reise vielleicht schon Drohnen-Flug-Profi
- Die Anschaffung einer neuen Kamera könnte bis dahin getätigt sein
- Ich werde die neu gewonnene Freizeit nutzen, um mich intensiv mit dem Thema „eigene Webseite“ zu beschäftigen und wer weiß, vielleicht kann ich euch bis dahin schon auf meinem „richtigen“, eigenen Blog begrüßen
Bis dahin verbleibe ich traurig zu Hause und hoffe, dass wir alle zumindest bald wieder nach draußen dürfen!
#staysafe
