Reykjadalur, Reykjavík und Reykjarnes

Unser heutiger Ausflug begann im Geothermalgebiet Reykjadalur, welches sich ca. auf halber Strecke zwischen unserer Unterkunft und der Hauptstadt Reykjavík befindet. Das Wetter heute war gut für isländische Verhältnisse, zwar keine Sonne, aber immerhin regnete es nicht … noch nicht.

Die ca. einstündige Wanderung beginnt direkt am Parkplatz, auf dem diesmal tatsächlich noch ungefähr fünf weitere Fahrzeuge standen. Über eine kleine Brücke gelangt man dann auch schon in das Gebiet, in dem links und rechts des Weges immer wieder heiße Dämpfe aus dem Boden aufsteigen.

Weiter geht es dann ein Stück bergauf bis man schon bald den höchsten Punkt erreicht hat und sich einem der Blick auf das dahinter gelegene Tal mit seiner atemberaubenden Landschaft eröffnet.

Unser Ziel, der warme Fluss, der von einer heißen Quelle gespeist wird, hatten wir nun fast erreicht.

Dort angekommen, sahen wir auch schon die ersten badenden Isländer. Auch wir hatten selbstverständlich unsere Bikinis dabei und so genossen wir ausgiebig das natürliche Freiluftbad.

Da es auf dem Rückweg mal wieder zu regnen und sogar zu schneien angefangen hat, legten wir die Strecke in der Hälfte der Zeit zurück und waren froh als wir wieder am Auto angekommen waren.

Kurz aufgewärmt und weiter ging es in die Hauptstadt Reykjavík, wo wir nach einem kleinen Stadtspaziergang den Abend bei Burger und Bier ausklingen ließen.

Es tat mal wieder richtig gut, nach so langer Zeit Lockdown unter Leute zu kommen und das Nachtleben, wie wir es von „vor Corona“ kannten, zu genießen.

Bevor es zurück ging, machten wir noch einen Abstecher auf die nahe gelegene Reykjarnes Halbinsel, denn, wie wohl die ganze Welt schon mitbekommen zu haben scheint, ist dort letzte Nacht der Vulkan Fagradalsfjall ausgebrochen. Nicht unerwartet, da es schon seit Wochen seismische Aktivitäten und zahlreiche Erdbeben in der Gegend gab, aber dennoch unglaublich und absolut faszinierend. Weite Teile um den Vulkan sind bereits gesperrt aber über das kleine Örtchen Grindavík kann man sich noch am besten nähern.

Schon aus weiter Ferne kann man den Himmel am Horizont rot leuchten sehen. Je näher wir kamen, desto größer war das Verkehrsaufkommen. Und das, obwohl es mittlerweile Mitternacht geworden ist und generell auf Island eher wenig Verkehr ist. Anscheinend hatten viele die gleiche Idee wie wir. Als wir an der Stelle angekommen waren, wo dann auch endgültig die Straße abgesperrt war, parkten schon viele Autos rechts und links des Straßenrands. Wir taten es ihnen gleich, stiegen aus, Kamera und Stativ im Gepäck und liefen zu Fuß ein Stück die gesperrte Straße entlang in Richtung Vulkan.

Da es von dort wohl noch ein dreistündiger Fußmarsch ist, entschieden wir uns dazu, an einem anderen Tag tagsüber nochmal wieder zu kommen. Nehmen lassen wir uns die Gelegenheit, dieses einmalige Naturspektakel aus der Nähe zu sehen, aber natürlich nicht.

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