Nach etwas längerer Pause melde ich mich nun auch mal wieder zu Wort. Der Schock der abgesagten Island-Reise ist mittlerweile weitestgehend verdaut und die durch Corona neu gewonnene Freizeit nutze ich gerne für Ausflüge in meiner wunderschönen Heimat: Bayern.
So auch gestern, als es anlässlich meines Geburtstages mit drei Freundinnen an den Königssee ging.

Das Schiff, das uns von Schönau ans andere Ende des Sees, nach Salet, bringen sollte, hatten wir schon vorab gebucht, denn auch hier wurden die Kapazitäten corona-bedingt auf 30 Passagiere pro Boot reduziert.
Nach knapp einer Stunde Überfahrt, vorbei an der Wallfahrtskapelle St. Bartholomä, erreichten wir schließlich das Südufer des Königssees, von wo aus unsere Wanderung zum Obersee begann.


Der Weg führte zunächst über grüne Wiesen und einen kleinen Bach, bis er schließlich in ein Waldstück mündete. Am anderen Ende des Waldstücks angelangt, erblickten wir auch schon den türkis-blauen Obersee mit seinem wohl bekanntesten Fotomotiv, dem kleinen Bootshaus am Nordufer. Natürlich mussten wir hier bereits unsere erste, längere Fotopause einlegen. Netterweise erklärte sich ein anderer Wanderer auch dazu bereit ein Gruppenfoto von uns zu machen.


Weiter ging es am Westufer des Obersees entlang über einen kleinen Höhenweg, bis wir schließlich das andere Ende des Sees und die einzige, bewirtschaftete Hütte dort, die Fischunkelalm, erreichten.

Nach einer kurzen Stärkung (inkl. eines Geburtstagsmuffins + Kerze) ging es weiter zum letzten Ziel der Wanderung, dem Röthbachfall.
Auf dem Weg dorthin begegneten uns neben einigen Kühen nun auch zunehmend mehr, andere Wanderer. Sie alle wollten – wie auch wir – zu Deutschlands höchstem Wasserfall. Während viele von ihnen das untere Ende des Wasserfalls und den kleinen Bach, der daraus entsprang, für eine Verschnaufpause nutzten, kletterten wir direkt weiter nach oben in Richtung Wasserfall. Der Weg wurde zunehmend schmaler und unwegsamer. Wer hier über Kletterkenntnisse verfügt, war klar im Vorteil. Während ich auf halber Strecke verweilte und die Fotomotive des Waldes ablichtete, erklommen meine drei Begleiterinnen tatsächlich den höchsten, zugänglichen Punkt des Wasserfalls und überraschten mich mit diesen tollen Bildern:


Nach einer kurzen Abkühlung am Bach ging es anschließend gemeinsam zurück zum Obersee.



Für die eigentlich als dreistündig beschriebene Tour brauchten wir letztendlich aufgrund zahlreicher Fotopausen gut doppelt so lang, bis wir schließlich wieder die Bootsanlegestelle in Salet erreichten.
Alles in allem war es ein perfekter Geburtstag: das Wetter war optimal, die Landschaft traumhaft schön und als Begleitung hätte ich mir niemand besseren als euch drei vorstellen können. Daher ein herzliches Dankeschön an meine Mädels, die diesen Tag unvergesslich gemacht haben!

